Heizkosten senken: Tipps für Mieter & Hausbesitzer

Heizkosten senken

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Heizkosten senken
Dass angesichts der aktuellen Entwicklungen jeder Haushalt Heizkosten sparen will, ist vollkommen nachvollziehbar. Ohnehin sind seit vielen Jahren in Deutschland die Preise für Strom, Gas und Heizöl auf Höchstniveau, wenn man die Energiekosten mit anderen Ländern vergleicht. Laut Statista betrug der Strompreis in Deutschland im Jahr 2021 pro Kilowattstunde 0,36 US-Dollar und belegte damit Platz 2 im internationalen Vergleich.

Bei unseren europäischen Nachbarn sieht es wesentlich erfreulicher aus. In Belgien (0,3), Portugal (0,26), Österreich (0,25), Frankreich (0,21) zahlt man deutlich weniger. Nicht anders sieht es bei Gas und Heizöl aus. Noch dazu darf man sich in südlicheren Ländern über kürzere Heizperioden und höhere Temperaturen freuen.

Auch, wenn schon im Jahr 2021 in Deutschland die Strompreise hoch waren, werden wir wohl alle bei den nächsten Betriebskostenabrechnungen und Nachzahlungen an die Energierversorger uns die Stromkosten aus 2021 zurückwünschen. Die Preise für Strom, Gas und Heizöl knallen seit Februar 2022 durch die Decke – ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Wer Geld sparen will oder muss, sollte ab sofort Heizkosten senken sowie den Stromverbrauch senken. Wir haben 5 Tipps zum Heizkosten sparen für Mieter und Eigenheimbesitzer sowie zusätzliche Tipps für Hausbesitzer.

Heizkosten senken – 5 Tipps zum Sparen

Wohnung oder Haus muckelig warm zu beheizen, das gehört spätestens seit 2022 der Vergangenheit an. Aber politisch korrektes Frieren ist nicht die beste Idee, wenn man die Heizkosten senken will. Einerseits ist Frieren unangenehm. Andererseits begünstigt Geiz beim Heizen die Schimmelbildung im Wohnraum. Deshalb gibts hier besten 5 Tipps, wie Sie ohne Nachteile beim Heizen sparen können.

Heizkörper freihalten

Die einfachste und nachhaltigste Maßnahme, Heizkosten zu senken ist das Freiräumen aller Heizungen. Einmal gemacht, hilft das dauerhaft beim Sparen.

Alles, was vor dem Heizkörper steht, sollte weggeräumt werden. Möbel, Pflanzen, Dekoartikel, Gardinen und Rollos, die den Heizkörper verdecken, verhindert eine optimale Wärmeabgabe in den Raum.

Räumen Sie den Bereich vor dem Heizkörper frei – sorgen Sie dafür, dass das so bleibt. Wenn Sie mögen, können Sie vor die Heizung einen Teppich legen. Das trägt dazu bei, dass die Wärme besser gespeichert wird.

Nachts & bei Abwesenheit Heizung runterdrehen

Während Sie nachts unter der warmen Bettdecke eingemümmelt sind, können Sie die Heizung problemlos runterdrehen. Bei kühleren Temperaturen schläft es sich ohnehin besser. Wenn Sie im Winter nachts frieren, können Sie eine zusätzliche Decke mit ins Bett nehmen oder Ihr Deckbett mit Biber-Bettwäsche beziehen. Die hält schön warm.

Tagsüber nur wenig heizen, wenn niemand zuhause ist

Auch, wenn Sie tagsüber unterwegs sind oder übers Wochenende verreisen, drehen Sie die Heizung runter. Keinesfalls sollten Sie in der nass-kalten Jahreszeit nachts oder bei Abwesenheit die Heizung komplett ausdrehen, weil Sie die Heizkosten senken wollen.

Wohnräume kühlen zu stark aus und müssen dann wieder vollständig aufgeheizt werden. Das treibt die Heizkosten in die Höhe. In ungenutzten Wohnräumen sollte eine Temperatur von 16 °C nicht unterschritten werden. Dies beugt Schimmelbildung vor.

Extra-Tipp: Mit elektronischem Thermostat auch bei Abwesenheit Heizung steuern

Wird das Runterdrehen der Heizung häufiger vergessen oder sind Sie häufig in Urlaub, machen sich elektronische Heizthermostate schnell bezahlt. Die Funktionsweise ist ähnliche wie die einer Zeitschaltuhr. Für jeden Heizkörper lassen sich mit einem solchen Thermostat gewünschte Temperatur und Uhrzeiten einstellen, wann mehr und wann weniger geheizt werden soll. Einmal eingestellt, reguliert das Thermostat die Heizung automatisch.

Heizthermostat richtig nutzen

Das Thermostat an der Heizung hat 5 Stufen. Die erste Stufe erzeugt eine Raumtemperatur von circa 12 °C. Auf der 5. Stufe wärmt die Heizung den Raum auf circa 28 Grad auf. In Abwesenheit kann auf Stufe 2 geheizt werden. Wenn Sie und Ihre Familie sich im Raum aufhalten, genügt der Bereich zwischen Stufe 3 und 4.

Halbe Stunde vor Feierabend und Zubettgehen Heizung runterdrehen

Drehen Sie im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer etwa eine halbe Stunde bevor Sie abends das Zimmer verlassen das Heizthermostat runter. Es ist noch genügend Restwärme im Raum, Sie sparen aber Geld, wenn in der Heizperiode täglich eine halbe Stunde weniger die Heizung läuft.

Extra-Tipp: Heizung gluckert – entlüften

Denken Sie daran, am besten vor jeder Heizperiode die Heizung zu entlüften. Befindet sich Luft in der Heizung, reduziert das die Heizleistung, erhöht jedoch den Verbrauch. Spätestens, wenn die Heizung gluckert, ist es an der Zeit, den Heizkörper zu entlüften. Der Aufwand ist gering. Die Ersparnis hoch. Durch Entlüften von Heizkörpern sollen sich bis zu 15 Prozent Heizkosten senken lassen.

Stoßlüften statt Fenster kippen

Insbesondere bei sehr niedrigen Außentemperaturen möchte man eigentlich das Fenster nicht sperrangelweit aufreißen, um zu lüften. Sollten Sie aber! Bei weit geöffnetem Fenster findet der Luftaustausch viel schneller statt – es kann deutlich kürzer gelüftet werden. Vor dem Lüften wird die Heizung ausgedreht.

Wird das Fenster lediglich auf Kipp geöffnet, findet kaum Luftaustausch statt. Stattdessen kühlen die Mauern um das Fenster stark aus. Ein ausgekühltes Mauerwerk kann mehr als 75 Minuten benötigen, bis es wieder aufgewärmt wird. Das treibt die Heizkosten erheblich nach oben. Zudem begünstigen lange gekippte Fenster die Bildung von Schimmel, wenn das Mauerwerk zu stark auskühlt.

Wie oft Stoßlüften?

In Wohnräumen wie Wohnzimmer und Kinderzimmer sollte tätlich 3 bis 4 mal gelüftet erden. In Küche und Bad ebenfalls mehrmals täglich lüften, jedoch immer nach dem Duschen und Baden das Badezimmer lüften. Die Küche wird immer nach dem Kochen gelüftet, wenn Kochdunst entstanden ist.

Schlafräume wie Schlafzimmer der Erwachsenen und Jugendzimmer die tagsüber nur wenig genutzt werden, sollten Sie morgens und abends Stoßlüften.

Wie lange sollte man lüften?

Das hängt von der Raumgröße und der Fenstergröße ab. Generell empfiehlt sich aber, für mindestestens 5 bis 10 Minuten das Fenster weit zu öffnen. An sehr kalten Tagen kann die Dauer reduziert, dafür aber die Häufigkeit erhöht werden. Zudem ist Querlüften angebracht.

Querlüften

Ideal ist es, wenn beim Lüften für etwas Durchzug gesorgt wird. Dann kommt reichlich Sauerstoff in die Wohnung, es kann kürzer gelüftet werden. Anschließend muss die Heizung lediglich die Raumluft wieder aufheizen, nicht aber Möbel und Mauern.

Fensterbänke frei lassen

Obwohl ein paar Pflanzen auf der Fensterbank den Wohnraum wohnlicher machen, ist eine Fensterbank voller Blumen oder Deko der häufigste Grund für falsches Lüften. Ist alles vollgestellt, wird das Fenster zum Lüften gekippt, statt weit geöffnet. Zumindest eine Fensterbank pro Zimmer sollte frei bleiben.

Fenster, Türen & Rollladenkasten abdichten

Sie heizen viel, aber es wird nicht richtig warm? Dann können Fenster und Türen abgedichtet werden, um die Heizkosten zu senken. Das Anbringen von Isolierbänden stellt lediglich einen geringen zeitlichen und finanziellen Aufwand dar. Die Einsparungen beim Heizen sind hoch. Somit amortisier4en sich die Ausgaben für gutes Dichtmaterial sehr schnell.

Die Installation von Rollladen zahlt sich ebenfalls aus. Wird in der Nacht der Rolladen runtergelassen, reduziert sich der Wärmeverlust um bis zu 35 Prozent. Rolllädenkästen gut dämmen hilft dabei, wenn Sie die Heizkosten senken wollen. Nachträglich lassen sich weiche Dämm-Matten einarbeiten, um den Wärmeverlust zu reduzieren.

Heizkosten senken – Spartipps für Hausbesitzer

Besitzen Sie Eigentum, gelten oben genannte Spartipps, wenn Sie Heizkosten senken wollen. Darüber hinaus kommen vielleicht auch andere Maßnahmen in Betracht, um das Eigenheim energiesparender zu gestalten.

Modernisierung der Heizungsanlage

Hausbesitzer mit einer alten Heizungsanlage können über die Umrüstung auf ein energiesparenderes Heizsystem nachdenken. Umso teurer Gas und Öl werden, desto interessanter werden effiziente Wärmepumpen. Wärmepumpen machen Umweltwärme aus Grundwasser, Luft und Erdreich nutzbar.

Eine Umrüstung auf eine Wärmepumpe kommt hauptsächlich in Betracht, wenn das Gebäude bereits eine sehr gute Wärmedämmung aufweist. Als Eigenheimbesitzer können Sie einen Energieberater heranziehen, der vor geplanten Sanierungsmaßnahmen das Gebäude in Augenschein nimmt und als Fachmann mit Rat und Tat zur Seite steht.

Es muss nicht immer eine neue Heizung sein. Oftmals genügt es, Heizungsrohre zu isolieren, um Wärmeverlust zu reduzieren. Auch hierbei können im Rahmen der Energieberatung Schwachstellen erkannt und behoben werden.

Modernisierung von Fenster und Türen

Anhand von Thermografie-Aufnahmen kann der Energieberater mit einer Wärmebildkamera mögliche Quellen von Wärmeverlust sichtbar machen, einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen und Fördermittelberatung leisten. Unter Umständen sollten Fenster und Türen besser isoliert, abgedichtet oder erneuert werden, um den Energiebedarf beim Heizen zu senken.

Unterstützung bei Fördergeldbeantragung

Insbesondere dadurch, dass professionelle Energieberatung auch über Fördermittel berät und auf Wunsch bei der Beantragung von Fördermitteln unterstützt, können die Ausgaben für eine neue Heizung bzw. Umrüstung auf Wärmepumpe signifikant gesenkt werden.

Wer trägt die Kosten für Energieberater?

Zwar müssen Sie als Besitzer der Immobilie den Energieberater aus eigener Tasche zahlen. Doch die Kosten für die professionelle Beratung, wie sich in Zukunft effizient Energie sparen lässt und wie Sie langfristig Heizkosten senken können, amortisieren sich nahezu immer. Deckt der Berater Lücken in der Dämmung auf und werden diese geschlossen, dürfte man in ein, zwei Heizperioden die Kosten wieder raushaben.

Das Honorar für die professionelle Energieberatung variiert je nach Gebäudegröße, Aufwand und eventuell zusätzlich vereinbarten Leistungen. Die einfache Energieberatung kostet mit Stand Mai 2022 für ein Einfamilienhaus mit ca. 140 Quadratmeter um die 600 Euro. Es lohnt sich jedoch, die Preise für die Beratung zu vergleichen. Prinzipiell ist es auch möglich, nur einzelne Gebäudebereich begutachten zu lassen.

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