Sind wir Männer Beziehungslegastheniker?

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Sich in eine attraktive Frau zu verlieben ist den meisten Männern ein Leichtes. Geht es dann aber um die Bindung und den Ausbau einer Beziehung, erweisen wir uns allzuoft als wahre Beziehungslegastheniker. Wir haben die tolle Frau an unserer Seite, die uns nächtliche Träume versüßt. Im Alltag sind wir stolz, unseren „Fang“ zu präsentieren. Je mehr Artgenossen uns um die charmante Begleitung beneiden, umso besser. Unser Mann-Ego wird gestreichelt und wir erleben hormonausschüttende Glücksgefühle.

Butter bei die Fische: Die Frage nach dem Status Quo

Jetzt will sie wissen, wie der Status quo ist. „Sind wir feste zusammen? Liebst du mich?“ – bei diesen Fragen schnürt es uns die Kehle zu. Die Angebetete wirft das Lasso aus und wir laufen Gefahr, eingefangen zu werden. Fluchtgedanken machen sich breit. „SO habe ich das doch nicht gemeint. Ein Flirt – ja. Aber feste binden?“ Sind wir Männer wirklich Beziehungslegastheniker und können nur Frauen aufreißen, aber uns nicht binden? Macht uns die Übernahme von Verantwortung und der Abschied vom Singleben wirklich so viel zu schaffen, dass wir uns den besten Fang aller Zeiten lieber durch die Lappen gehen, als verbindlich „Ja“ zu sagen?

Erfülltes Beuteschema kontraproduktiv?

Das Team von love-wonder.de gibt Singles und Paaren jede Menge Ratschläge. Die Themen reichen von

  • Frauen ansprechen
  • Flirt-Tipps
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Ex zurückgewinnen
  • Tipps gegen Liebeskummer

bis hin zu Kommunikation in der Beziehung. Genau da liegt oftmals der Hase im Pfeffer begraben. Wir Männer besorgen uns Tipps, wie man erfolgreich Frauen auf der Straße ansprechen kann. Das ist geil, gibt uns den Kick der Selbstbestätigung, wenn es klappt. Doch wann, oder besser, warum wollen wir eine Frau auf der Straße anquatschen? Weil unsere Augen ein attraktives weibliches Wesen ausgemacht haben, das in unser Beuteschema passt.

Die Erfüllung des Beuteschemas reicht – zumindest für ein paar heiße Nächte und Vergnügen. Um uns Appetit zu holen, ist das Augen ein zuverlässiger Partner an unserer Seite, wenn es um das Abchecken der Frauen geht. Doch das reicht nicht auf Dauer. Während die Frauen wohl ein glücklicheres Händchen haben, sich nur für den Typen zu entscheiden, der auch auf zwischenmenschlicher Ebene ins Beuteschema fällt, scheinen wir Männer eher dem Vergnügen des Fortpflanzungstriebs zu folgen und sind darin erfolgreich. Ansonsten sind wir in der Mehrzahl Beziehungslegastheniker.

Mann und Frau treffen beim Straßenflirt mit zwei völlig falschen Vorraussetzungen aufeinander. Sie lässt den Typen meist nur ran, wenn beim Flirten auf der Straße den richtigen Ton trifft und er es versteht, sich mit einem lockeren Spruch interessant zu machen. Er ist nur auf das Aussehen der Lady fokussiert und der Rest wird zur Nebensache. Sie will sich binden, er will sich vergnügen.

Kommunikation – die halbe Miete

Männer und Frauen unterscheiden sich, wenn es um die Vorstellungen zwischenmenschlicher Aufeinandertreffen geht. Die meisten Frauen wollen sich feste binden und zusammen mit dem eingefangenen Hahn ein Nest bauen. Der Mann liebt die Gockel-Rolle und will gleich den ganzen „Hühnerstall“ beglücken.

Bei den ersten Begegnungen zweier potenzieller Partner wird häufig nicht Klartext geredet. Frauen wollen den attraktiven Typen mit der Offenbarung ihrer Bindungsabsichten nicht gleich in die Flucht schlagen. Männer wollen sich sämtliche Optionen offenhalten und auf gar keinen Fall mit einem „Besetzt-Schild“ etikettiert werden. Die Konfrontation ist vorprogrammiert. Selbst dann, wenn Kerle von möglichen Optionen gar keinen Gebrauch machen wollen.

Sind wir Männer wirklich Beziehungslegastheniker?

Jein! Seit Jahrtausenden pflanzen wir uns erfolgreich fort, gehen enge Bindungen und Ehen ein. Trotz steigender Scheidungsraten gibt es unter uns Exemplare, die glücklich verheiratet sind und den Schritt in den Hafen Ehe nicht bereuen. Männer sind nicht per se Beziehungslegastheniker, sondern gehen Beziehungen anders an, wie Frauen es tun. Die Kommunikation zwischen Mann und Frau verläuft auf zwei unterschiedlichen Ebenen und selten treffen sich beide Partner auf einer gemeinsamen Ebene, wenn es um die gemeinsame Kommunikation geht.

Damit es zwischen Mann und Frau klappt, hilft es, sich das Kommunikationsmodell des jeweils anderen näher anzuschauen und sich auf eine gemeinsame Kommunikationsebene zu einigen.

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